Mit dem Fahrrad in den Nahen Osten – diesen Traum habe ich schon lange. Seit ich während meines Zivildienstes im „Holy Land Institute for the Deaf“ in Jordanien den Nahen Osten kennen- und schätzen lernte, will ich einmal selber zu „erfahren“ wo diese Gegend von Deutschland aus liegt und was sich auf dem Weg dazwischen befindet.
Die Reise mit dem Fahrrad zu bestreiten, bietet eine besonders gute Gelegenheit auf dem Weg viele verschiedene Menschen und Regionen kennen zu lernen und mehr Eindrücke zu sammeln, als es in einem Auto oder Bus möglich wäre. Trotzdem kommt man relativ zügig voran. Natürlich reizt mich daran auch die sportliche Herausforderung; natürlich geht es um die Freude am Reisen und natürlich um ein Abendteuer.
Diesen Traum will ich nun im Rahmen einer Spenden-Radtour von Deutschland zum Sternberg in Palästina verwirklichen. Mit der Spenden-Radtour wollen wir die Arbeit auf dem Sternberg finanziell und solidarisch unterstützen.
Johann
Naja, die Idee kam von Johann und er wäre auch einzeln gefahren, wenn sich seine Abreise nicht verzögert hätte. So habe ich dann davon Wind bekommen und fahre nun mit, was bei einem Gespräch bei einem Bierchen in Herrnhut begann. Ich bin einfach neugierig auf was neues und habe keine Lust bei meinem Studium in Deutschland zu versauern. Bevor ich in die Endphase eintrete gönne ich mir nocheinmal ein paar neue Eindrücke und sammel ein paar weitere Erfahrungen für mein zartes Leben. Der sportliche Teil ist für mich etwas ganz neues, da ich mich sonst ja nicht ganz so viel bewege. Diese Art zu reisen ist hingegen eine ganz hervorragende auch mal wieder richtig zu merken, dass die Welt mehr, als nur ein paar Flugzeugstunden groß ist.
Schön ist vor allem auch, dass sich mein schlechtes Gewissen beruhigt, ein Semester lang nichts an der Uni zu lernen, indem die Reise nicht nur ein Abenteuer, sondern auch noch ein paar Kröten für die Arbeit auf den Sternberg bringen soll. (Noch schöner wäre es natürlich, wenn es auch klappt und das Geld tatsächlich zusammen kommt.)
Christian